Presse

Berichte über NEST MAG

Hier findet ihr aktuelle Berichterstattungen über das NEST MAG.

Interview, Ruhrnachrichten 21.08.2015
NEST MAG | Presse | Ruhrnachrichten 21.08.2015

NEST MAG | Presse | Ruhrnachrichten 21.08.2015

BOCHUM. Sich geborgen fühlen zu wollen, ist ein Grundbedürfnis. Und doch richten sich die Menschen ihr eigenes Zuhause ganz unterschiedlich ein. Genau damit beschäftigt sich die in Bochum lebende Bloggerin Inga Schnepel mit ihrem NEST MAG. Im Interview spricht unser Mitarbeiter Benjamin Hahn mit der Kunsthistorikerin über das Bloggen und ihr Verständnis von Heimat.

Woher kommst Du? Bist Du in Bochum aufgewachsen oder nur dort „gelandet“?
Ursprünglich komme ich aus Dorsten. Nach meinem Studium in Marburg und in Leipzig und einem Umweg über Aachen bin ich nun im Moment in Bochum angekommen, also im Grunde zurück zu meinen Wurzeln gezogen. Aber wer weiß, wohin es mich noch verschlagen wird.
Wie bist Du dazu gekommen, das NEST MAG zu machen?
Die Idee entstand schon vor einigen Jahren. Damals habe ich viel mit einer sehr guten Freundin darüber diskutiert, wir haben sogar einen ersten Versuch unternommen, das NEST MAG online zu bringen. Doch das Konzept hat sich nach diesem Anlauf nochmal gedreht und gewendet, bis das NEST MAG letztlich in leicht anderer Form im März 2014 online gegangen ist.
Warum wurde es ausgerechnet ein Magazin zum Thema Wohnen?
Ich habe lange überlegt, was genau viele meiner Interessen miteinander verbinden würde, meine Reisefreude, mein Interesse für das Wohnen, das Einrichten, die Lebensstile verschiedenster Menschen, aber auch mein Interesse für Fotografie und digitale Medien. Wichtig war zudem für mich, eine Tätigkeit zu finden, die nicht an einen festen Ort gebunden ist und keine exorbitanten Investitionen bedeuten würde.

Arbeitest Du auch hauptberuflich journalistisch oder ist das ein reines Hobby neben einem völlig anderen Job?
Momentan ist dies eine Arbeit neben der Arbeit. Hauptberuflich bin ich im Digital Media Bereich tätig.

Du schreibst das NEST MAG auf Englisch. Warum?

Natürlich wäre es für mich wesentlich einfacher, auf Deutsch zu schreiben, aber ich möchte mehr Menschen ermöglichen, meine Artikel zu lesen. Und tatsächlich zeigte sich schon nach kurzer Zeit, dass viele Zugriffe aus den USA, Kanada, Australien und Neuseeland erfolgen. Meine Nest-Reportagen sind international angelegt, also sollen es die Artikel auch sein.
Was fasziniert Dich am Thema Wohnen?
Seit meiner frühen Jugendzeit war mir klar, dass ich mich auf welche Weise auch immer mit dem Thema „Wohnen“ beschäftigen möchte. Früher wollte ich Architektin werden und habe stapelweise Millimeterpapier mit Grundrissen imaginärer Wohnungen
bemalt. Aber es kam anders, ich studierte Kunstgeschichte und kam erst über Umwege wieder zu meinem Thema zurück. Mich fasziniert das Thema „Wohnen“, weil es meist sehr viel über die Menschen aussagt. Die einen bewohnen eine kleine leicht heruntergekommene und vielleicht gerade deshalb charmante Altbauwohnung in der Stadt mit Möbeln vom letzten Straßentrödel oder aufgehübschten Dingen der Großeltern, andere reisen mit ihrem Zelt oder Campervan durch die Welt, empfinden dabei ihr Zelt als Zuhause, suchen nach einem Zuhause oder fühlen sich erst dann zuhause , wenn sie wieder zurückkehren können.
Von wo aus arbeitest Du momentan?
Momentan arbeite ich den Sommer über in Yorkshire, werde Anfang September weiter nach Schottland ziehen und dann später erst einmal wieder von Bochum aus arbeiten.

Macht das Internet die Arbeit einfacher, weil man nicht mehr ortsgebunden ist?
Definitiv. Aber es liegt vermutlich nicht nur am Internet, sondern an der Art der Arbeit. Schreiben und Fotografieren kann man überall. Würde ich Handel oder Produktion betreiben, wäre es durchaus wesentlich aufwendiger, mobil zu sein. Momentan brauche ich nur meine Kameratasche, meine Kamera, ein zwei Objektive, meinen Laptop und ja…. natürlich auch zwischendurch Internet für meine Recherchen und das Veröffentlichen eines Artikels. Das macht Vieles leichter.
Verändern solche Projekte die Vorstellung von Arbeitsstätten?
Für mich auf jeden Fall. Ich kann mir eine Kombination aus Reisen und Arbeiten an unterschiedlichen Orten, z.B. im Cafe, Zuhause, im Campervan durchaus vorstellen. Dennoch finde ich es schön, einen Ort zu haben, an den ich zum Arbeiten und Wohnen zurückkommen kann. Ich mag es, von Zuhause zu arbeiten, finde es aber auch schön, zwischendurch auf Menschen zu treffen. Für viele andere – und ich denke da an die vielen Bloggerinnen gerade auch im Interior-Bereich – stellen solche Projekte eine herausragende Möglichkeit dar, Arbeiten und Kinder miteinander zu verbinden.
Was bedeuten für Dich die Begriffe „Heim“ und „Heimat“?
Das ist eine Frage, die ich mir immer wieder stelle und deren Antwort sich vermutlich im Laufe des Lebens auch verändert. Aus meiner heutigen Sicht würde ich sagen, dass sich Heimat aus vielen verschiedenen Dingen zusammensetzt und letztendlich in mir ein Gefühl des Wohlbefindens ausgelöst werden muss, damit ich mich heimisch fühlen kann. Das kann auch die Landschaft um mich herum sein. Ein Ort, an den ich mich zurückziehen kann, wenn ich für mich alleine sein möchte, aber auch ein Ort, an den ich Menschen einladen kann, die mir wichtig sind.

Presse-Kit

Unser Presse-Kit beinhaltet Fotos aus den NEST MAG Homestorys, die im Rahmen der Berichterstattung über das Magazin unter Nennung des jeweiligen Fotografen nach Rücksprache mit uns verwendet werden dürfen.

Pin It on Pinterest

Share This