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Mobiation Project

Mobil und autark, ländlich und gleichzeitig städtisch zu wohnen, dabei das Maximum an Lebensqualität herauszuholen, das ist das Anliegen von Calanne und Geert, den beiden sogenannten Mobiators, die seit einigen Jahren in ihrem selbst geplanten und errichteten mobi-01 in Amsterdam leben.

Calanne, 39jährige Eco-Architektin aus Irland, und ihr Lebensgefährte Geert erwarten mich an diesem strahlend sonnigen Sonntag in ihrem mobi-01 in der Hafengegend von Amsterdam auf einem Gelände, auf welchem ihr kleines außergewöhnliches Heim in seiner Einzigartigkeit gar nicht weiter auffällt neben dem auf dem Kopf stehenden und zur Bar umgebauten Schiffsrumpf und den vielen außergewöhnlichen Behausungen, die sich die Bewohner des ADM in Amsterdam geschaffen haben. Calanne und Geert sehen sich als urbane Nomaden. Und obwohl dies in einer Stadt wie Amsterdam quasi unmöglich scheint, haben sie nicht zum ersten Mal einen Platz gefunden, an dem sie ihr mobiles Zuhause aufschlagen können.

Von Außen eher klein wirkend und mit seinen schrägen Fronten die Blicke auf sich ziehend, öffnet sich im Innern ein erstaunlich großer und umwerfend gemütlicher Raum, der durch einen bullernden selbst gebauten Ofen gewärmt wird. Öffnet sich auf der unteren Ebene der Wohnbereich, der auch für Besuch zugänglich ist, so bietet das höher gesetzte Bett, das auf einer Spezialkonstruktion ruht, einen privaten und geschützten Raum. Alles ist klein und überschaubar und vermutlich gerade deshalb unglaublich gemütlich.

Gekocht wird auf einem Gasherd, gearbeitet am zentralen Tisch, an den Wänden finden sich einige Möglichkeiten, die wenigen wichtigen Dinge zu verstauen, die die beiden für das alltägliche Leben benötigen.

Im Rahmen eines Kunstprojektes entwarfen und errichteten Calanne und Geert das mobi-01 und wohnen seit diesem Tag in ihm. Gerade in der Anfangszeit wählten sie als Standorte für das mobi-01 möglichst öffentliche Orte, um als offener Raum für Interessierte dienen zu können, als Plattform für Bildung und Inspiration, als Ort für Diskussionen und Fragen. Denn das mobi-01 dient als Zeichen für große politische Fragen beispielsweise der Wohnraumverfügbarkeit oder der Nachhaltigkeit. So versuchen Calanne und Geert möglichst autark zu leben, sie produzieren den wenigen Strom, den sie benötigen, mit eine Solaranlage oder vermieden bei der Errichtung des mobi-01 die Verwendung nicht erneuerbarer Ressourcen.

Innerhalb von vier Tagen kann das mobi-01 auf- oder abgebaut werden. Das komplett faltbare Konstrukt ist zusammengefaltet nicht größer als ein Container und somit einfach von Ort zu Ort zu transportieren. Das mobi-01 repräsentiert somit eine gute Mischung aus Mobilität und Standhaftigkeit.

Doch so sehr den beiden das mobi-01 auch ans Herz gewachsen ist, schon bald werden sie ohne ihre mobile Unterkunft Richtung Südafrika aufbrechen, um das Mobiation Project in anderer Umgebung und unter anderen Gegebenheiten weiterzuentwickeln.

Mehr Informationen über das Mobiation Project findet ihr hier:
http://www.mobiation.net/

NEST MAG | The Mobiation Project
NEST MAG | The Mobiation Project
NEST MAG | The Mobiation Project
NEST MAG | The Mobiation Project
NEST MAG | The Mobiation Project
NEST MAG | The Mobiation Project
NEST MAG | The Mobiation Project
NEST MAG | The Mobiation Project
NEST MAG | The Mobiation Project
NEST MAG | The Mobiation Project
NEST MAG | The Mobiation Project
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