Auf den Spuren der grünen Wende

Es ist ein kalter und regnerischer Herbsttag in Hamburg. Im Tortue treffen wir Claudia Rinke, die Drehbuchautorin des Films NOW, der bald in den Kinos startet. In Zusammenarbeit mit Regisseur Jim Rakete entstand eine Dokumentation über junge AktivistInnen, die im Begriff sind den Lauf der Geschichte zu verändern. Sie alle kämpfen für eine lebenswerte Zukunft. Ob durch große Demonstrationen, zivilen Ungehorsam oder das Pflanzen von Bäumen – das Engagement der Jugend kennt keine Grenzen. Während wir Claudia begrüßen, prasseln schwere Regentropfen an die großen Fenster. 

NEST: Claudia, euer Film erzählt von jungen Aktivisten und Aktivistinnen, die für eine bessere Zukunft kämpfen. NOW war genauso bewegend wie lehrreich. Es ist schön zu sehen, dass ihr den jungen Menschen eine Bühne gebt. Wie entstand die Idee zum Film?

Claudia Rinke: Ich habe mehrere Jahre international als Juristin für die Vereinten Nationen gearbeitet, unter anderem im Headquarter in New York. Während dieser Zeit ist mir das Ausmaß der globalen Herausforderungen, die auf uns zukommen werden, richtig bewusst geworden. Einige dieser Herausforderungen sind der Klimawandel und seine Folgen, das Artensterben, große Migrationsbewegungen und zunehmende soziale Ungerechtigkeit, die viele Fachleute übrigens für die Hauptursache auch der anderen Probleme halten. Es ist noch nicht zu spät, wir können das Ruder noch rumreißen, müssen aber sofort und entschlossen handeln. Mir ist auch klar geworden, dass die junge Generation besonders von den Problemen betroffen sein wird. Wenn die Teenager von heute über dreißig sind, wird die Welt nicht mehr in dem Zustand sein, wie wir sie bisher kannten. Gleichzeitig habe ich beobachtet, dass diese junge Generation aktiv wird und die Lösung der Probleme selbst in die Hand nimmt. Mit einigen der Protagonisten des Films, beispielsweise mit Felix Finkbeiner von „Plant for the Planet“ bin ich seit mehreren Jahren in Kontakt. Es ergab sich für mich die Gelegenheit, einen Dokumentarfilm zu entwickeln. Und für mich war sehr schnell klar, dass ich junge AktivistInnen portraitieren und ihre Situation veranschaulichen wollte.

Und wie kann man sich die Dreharbeiten dazu vorstellen? 

Wir haben Anfang 2019 in Berlin mit den Dreharbeiten begonnen und bei Demonstrationen von Fridays for Future und Ende Gelände gefilmt. Wir waren jeden Freitag bei Fridays for Future und es war beeindruckend, dass der Demonstrationszug von Woche zu Woche dort größer wurde. Und es waren nicht nur junge Menschen; Lehrer waren mit ihren Schulklassen dort und Großmütter mit ihren Enkeln. Wir hatten sehr schnell das Gefühl, dass eine kraftvolle Bewegung entsteht, die den Lauf der Geschichte beeinflussen kann. Ein halbes Jahr später haben wir beim globalen Klimastreik mit zwei Teams in New York und Berlin gefilmt und es waren mehr als 300.000 Menschen auf den Straßen. 

Ihr seid viel gereist, wart die meiste Zeit in Bewegung. Was waren die beeindruckendsten Momente beim Filmdreh?

Wir haben sehr viel Zeit mit AktivistInnen verbracht. Viele Gespräche haben mich berührt. Da war unter anderem Nike Mahlhaus von Ende Gelände. Die Bewegung organisiert regelmäßig Großveranstaltungen in Braunkohlerevieren. Nike ist sehr reflektiert, kann differenziert denken. Wir haben unter anderem die Trainings gefilmt, in denen die Leute auf Situationen und Konfrontationen bei Demonstrationen vorbereitet werden. Sie folgen dem Ansatz des zivilen Ungehorsams. Dabei blockieren sie auch mal eine Straße und lassen sich von den Polizisten wegtragen. Wir waren bei den Filmarbeiten sehr nah dran. Nike hat erzählt, was es persönlich für sie bedeutet. Es geht nicht spurlos an einem vorbei, wenn man sich eine ganze Nacht auf Bahngleise legt, um den Kohletransport zu verhindern. Wir haben viele Menschen erlebt, die mit so viel Ernst und Leidenschaft bei der Sache sind, dass sie immer wieder in Kauf nehmen, sich selbst großen Gefahren auszusetzen. Es ist etwas ganz anderes, ob man in der Zeitung darüber liest, oder ob man die Menschen viele Stunden begleitet und alles hautnah miterlebt. 

Wir haben uns sehr gedankenlos verhalten und heute wird teilweise immer noch so gelebt als gebe es kein Morgen mehr.

Claudia Rinke

Haben die Gespräche mit den jungen AktivistInnen deine Sicht verändert?

Mich hat sehr die Ernsthaftigkeit dieser jungen Menschen beeindruckt. Wie gut sie in der Lage sind sich zu organisieren und sich zu verbinden. Die Corona-Pandemie hat die Klimabewegung in ihren Möglichkeiten stark eingeschränkt; sie nimmt gerade wieder Fahrt auf und war ohnehin von Anfang an sehr stark darin sich digital zu vernetzen. Die jungen AktivistInnen sind mit dem Internet aufgewachsen und „digital natives“, was ihnen sehr gute Möglichkeiten zur internationalen Vernetzung gibt. Mich hat nicht nur fasziniert, dass sie um die Probleme wissen und sie entsprechend ernst nehmen, sondern auch, dass sie ganz ruhig und entspannt bleiben können. Das hat mich tatsächlich am meisten beeindruckt. Niemand ist ein perfekter Mensch, auch die jungen AktivistInnen nicht. Doch wir haben viel über ihren persönlichen Lebensstil gesprochen und ich habe den Eindruck gewonnen, die meisten bemühen sich im eigenen Leben, ein gesundes Maß zu Dingen und Verhaltensweisen zu finden. Zum Beispiel kein Fleisch zu essen, kein Auto zu fahren, insgesamt wenig zu konsumieren. Und es lohnt sich, den Fokus auf die jungen Menschen zu richten: Die Mehrzahl der Organisationen, die wir portraitiert haben, sind inzwischen international tätig – von Plant for the Planet bis zu Fridays for Future. Gerade diese beiden Organisationen wurden von zwei engagierten Jugendlichen – Felix Finkbeiner und Greta Thunberg – gegründet. Felix war erst 9 Jahre alt, als er mit Plant for the Planet anfing. Das zeigt, dass tatsächlich niemand zu jung oder zu klein ist, um etwas zu bewirken. In meinem Buch „Kinder sprechen mit dem Dalai Lama – wie wir eine bessere Welt erschaffen“ sagt der Dalai Lama: „Wenn Du glaubst, dass Du zu klein bist, um etwas zu verändern, hattest Du noch nie eine Mücke im Schlafzimmer.“

Wenn du gerade nicht junge AktivistInnen bei ihrer Arbeit begleitest, wie nimmst du dann die jüngeren Generationen im Alltag wahr?

Wenn man sich mit einem Thema beschäftigt, sieht man es auf einmal überall. Insgesamt nehme ich in der jungen Generation schon wahr, dass sie weniger konsumorientiert sind als meine Generation, die Ende 60er, Anfang der 70er geboren sind. Aber, wie ich bereits sagte, ist niemand perfekt und man kann auch Absurditäten beobachten – ich bin mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Fridays for Future Demo gefahren und da stieg eine Schulklasse mit demselben Ziel ein. Viele davon hatten einen Döner in der Hand, den sie sich vor der Demonstration schnell reingezogen haben. Problematisch wird es dann, wenn so etwas als Argument verwendet wird gegen die Klimabewegung. Es ist gefährlich, dass dieses Nicht-Perfektsein den AktivistInnen vorgeworfen wird, und dass man ihnen dadurch die Berechtigung nehmen möchte für etwas zu kämpfen, dem sie selbst nicht zu hundert Prozent nachkommen können. Die Forderungen der Bewegungen müssen auf einer sachlichen Ebene ernst genommen werden. Bei meiner Zusammenarbeit mit dem Dalai Lama, habe ich ihn als sehr weit entwickelten Menschen wahrgenommen. Und selbst er sagt von sich, dass er nicht perfekt ist. 

Politisches Engagement ist in jüngeren Generationen keine Selbstverständlichkeit. Was könnte deiner Meinung nach getan werden, das Bewusstsein zu schärfen und dieses in Handlungen zu überführen?

Die Dinge, die für uns selbstverständlich sind, werden für zukünftige Generationen nicht mehr selbstverständlich sein. Greta hat gesagt, dass wir uns in einem Notstand befinden. Und wir müssen eigentlich alles diesem Notstand unterordnen. Aber wir tun das nicht. Demnach haben wir den Untertitel gewählt: „If you choose to fail us, we will never forgive you.“ Sicherlich ist nicht jeder für den Aktivismus geschaffen. Weil er insbesondere den jungen Menschen sehr viel abverlangt. Viele von ihnen gehen zur Schule oder zur Uni, was auch ein Vollzeitjob ist. Das andere machen sie in ihrer Freizeit. Dadurch haben sie viel weniger Zeit für die Dinge, die man sonst in ihrem Alter macht. Trotzdem kann jeder ein Klimakämpfer sein, indem er achtsam ist, wie er oder sie sich in der Welt verhält. Wir treffen am Tag mehrere Entscheidungen darüber, was wir essen oder was wir kaufen. Wenn man nur schon diese Entscheidungen bewusst klimafreundlicher gestaltet, ist schon viel gewonnen. Es kommt auch gar nicht so sehr darauf an, aus welcher Motivation jemand aktiv wird, ob aus politischen, religiösen oder weltanschaulichen Gründen. Es kommt darauf an, dass die Menschen umweltfreundlichere Entscheidungen treffen. Das Motiv dabei finde ich persönlich zweitrangig. Oft geht es miteinander einher, dass sich ein Bewusstsein entwickelt, indem sie über die Welt nachdenken. Nicht selten gehen politische oder philosophische Interessen voraus.

Der Aktivismus wird zumeist den Jüngeren überlassen. Wie können in deinen Augen ältere Generationen mehr Verantwortung übernehmen? 

Ältere Menschen sind oft weniger veränderungswillig als jüngere. Es gibt finanziell gut aufgestellte Großeltern, denen materiell gesehen nichts teuer genug für ihre Enkelkinder ist. Dort fehlt das Verständnis, dass die neuen Spielzeuge oder die geschenkte Reise auf die kanarischen Inseln eventuell weniger wert sind als ihren Enkeln einen Planeten zu hinterlassen, wie man ihn selbst erlebt hat. Es wird ausgeblendet, dass kommende Generationen vielleicht nicht mehr im Wald spazieren gehen oder Fisch essen können werden. Noch vielmehr wird verdrängt, dass solche Konsequenzen mit dem eigenen Tun in Verbindung stehen. Man hat den Krieg erlebt, man hatte es schwer und die Bereitschaft Opfer zu bringen sinkt. Für Nachkriegsgeneration galt das Erreichen von Sicherheit – nicht zuletzt durch ein stabiles Einkommen – als Errungenschaft. Frei und bei Bedarf großzügig über dieses Geld zu entscheiden, gehört zu diesem sicheren Gefühl. Es ist schwer, solche Menschen dazu zu bewegen nochmal in Richtung Veränderung zu denken. Ich bin für einen verständnisvollen Dialog zwischen den Generationen. Doch wir können als Gesellschaft nicht auf alle warten. Ich habe bei den Klimademonstrationen beobachtet, dass auch viele ältere Menschen dabei sind. Es befand sich eine Großmutter in der Menge, sie hielt ein Plakat in die Höhe, auf dem stand: „Ich bin hier für meine Enkel.“ Es herrschst in älteren Kreisen ein Bewusstsein für die Klimaproblematik. Es gibt auch solche, die dieses Bewusstsein haben, die aber nicht auf ihre Kreuzfahrt oder den Fleischkonsum verzichten wollen. Man kann jedoch nicht erwarten, dass jeder, der zur Einsicht gelangt, sofort sein Verhalten ändert. Bei jedem Wandel ist es ähnlich – da steht oft keine Mehrheit und jubelt. Man muss mit den wenigen anfangen, die eine positive Einstellung zum Wandel haben. Malcolm Gladwell hat in „The Tipping Point“ herausgefunden, dass nur ein kleiner Prozentsatz verantwortlich für eine Veränderung ist. Hat man diesen Wert erreicht, kann man über viele Multiplikatoren nach und nach den Rest der Gesellschaft erreichen. Und ich finde eine Debatte, die darum kreist, wie man die letzten Hartnäckigen erreichen kann, nicht richtig. Es geht darum, die Veränderungsbereiten, die voranstürmen, zu unterstützen. 

Und ich finde eine Debatte, die darum kreist, wie man die letzten Hartnäckigen erreichen kann, nicht richtig. Es geht darum, die Veränderungsbereiten, die voranstürmen, zu unterstützen. 

Claudia Rinke

Doch jüngere Generationen sprechen oft von einer Bürde, die sie von vorherigen Generationen auferlegt bekommen haben. Bemerkst du in den älteren Generationen ein Schuldbewusstsein? 

Ich habe den jungen AktivistInnen gesagt, dass ich mich im Grunde für meine Generation schäme. Wir haben uns sehr gedankenlos verhalten und heute wird teilweise immer noch so gelebt als gäbe es kein Morgen mehr. Ich habe vor vielen Jahren, auch bei meiner Arbeit für die Vereinten Nationen, realisiert, dass die jüngeren Generationen, wenn es ganz schlimm läuft, um ihr Überleben und womöglich auch um das Überleben aller kämpfen werden müssen. Wenn ich solchen Menschen auf einmal gegenüber sitze, fühlt sich das nicht richtig an. Ich habe für mich selbst einen Weg gesucht, mich anders und besser zu verhalten. Indem ich meinen Konsum überdenke oder sehr viel Zeit für das Drehbuch zu unserem Film „NOW“ investiere. Jim hat sein eigenes Verhalten durch die Filmarbeiten ebenfalls stark verändert, er fährt kaum noch Auto und bewegt sich fast ausschließlich mit dem Fahrrad. Bei anderen nehme ich leider des Öfteren wahr, dass sie in eine Angriffshaltung gegenüber Jüngeren verfallen, beispielsweise, dass die von ihnen stark genutzten, digitalen Geräten sehr viel Strom verbrauchen. Damit haben sie nicht Unrecht. Aber oftmals versuchen sie dadurch von ihren eigenen Schuldgefühlen abzulenken. Aber es geht am Schluss gar nicht um Schuld. Es geht um konkretes Handeln. 

Neben der Hoffnung gibt es eine ganze Menge negativer Spiralen im Veränderungsprozess. 

Die Welt ist im Grunde sehr schön. Und ja, wir müssen eine kollektive Depression verhindern. Wir sollten den Blick auf das Positive richten und den Menschen zeigen, dass wir auf einem wunderbaren Planeten leben. Die meisten Menschen lieben diesen Planeten. Es ist unser einziges Zuhause. Und da greift das Motto von Jacques Yves Cousteau „People protect what they love“. Es braucht positive Gefühle, um Kraft zum Handeln zu generieren. Jeder hat eine andere Aufgabe, andere Wünsche. Und nicht jeder muss gleich Aktivist sein. Außerdem muss man erstmal sein eigenes Gleichgewicht herstellen, um in weiteren Kreisen wirksam sein zu können. Die Selbstfürsorge darf nicht unterschätzt werden. Aber man sollte sich fragen, was die eigentlichen Bedürfnisse sind. Andersherum gibt es Leute, die an der Komplexität dieser Welt verzweifeln. In digitalen Medien kann auch dieser Negativität freien Lauf gelassen werden. Da gibt es besorgniserregende Entwicklungen. Der Veränderungsprozess hat gerade erst begonnen. Wir sind erst am Anfang der Krise, einer Krise, von vielen, die auf uns zukommen werden. Es ist der Beginn eines Transformationsprozesses. Es ist wichtig, eine innere Einstellung dazu zu entwickeln, die es einem ermöglicht, gut dadurch zu kommen. Wir müssen lernen, mit diesen Veränderungen nicht nur zu leben, sondern diese auch positiv zu gestalten.

Man hört immer öfter, dass individuelles Handeln kaum ins Gewicht fällt, da strukturelle Gegebenheiten als Hauptverantwortliche für die Klimakrise in den Vordergrund rücken. 

Es braucht aus meiner Sicht beides. Das mit der strukturellen Problematik ist sicher zutreffend. Wenn wir unser Verhalten klimafreundlich optimieren, wird es auf das globale Klima gesehen wenig bewirken. Das bedeutet andersherum aber nicht, dass wir gar nicht erst handeln müssen. Wir unterschätzen, dass der westliche Lebensstil von vielen Schwellenländern und anderen Ländern im globalen Süden nachgeahmt wird. Für die dort entstehenden Mittelschichten haben die reicheren Gesellschaften Vorbildcharakter. Wenn wir uns umweltfreundlicher verhalten, könnte es in solchen Regionen auf ein ähnliches Verhalten hinauslaufen. Es liegt in unserer Hand, den klimaschädlichen Lebensstil unattraktiv zu machen. Doch wir sind viel zu sehr im Außen, glauben an die Macht des Materiellen. So können wir weder China, noch aufstrebenden afrikanischen Ländern oder Brasilien irgendetwas vorschreiben. Ein systemischer Wandel kann sich nur durchsetzen, wenn auch die Menschen auf individueller Ebene davon überzeugt sind. Diese Überzeugung kommt meiner Ansicht nach erst dann, wenn die Menschen mal ausprobiert und gesehen haben, dass bereits im Privaten eine Änderung zum Besseren möglich ist. Wer fühlt sich nicht gesünder, wenn er oder sie weniger Fleisch und Milchprodukte konsumiert und mehr mit dem Fahrrad fährt? Oder wie viel weniger Stress und mehr Zeit für Familie und Freunde man hat, wenn man insgesamt bewusster konsumiert. Vorrangig durch solche Erfahrungen kann eine nachhaltigere Lebensweise erstrebenswert werden. Ich bin der Meinung, dass der Wandel auch auf der persönlichen Ebene sehr wichtig ist.

Wird es von deiner Seite weitere Projekte geben, die sich derselben Thematik widmen?

Ich arbeite noch an einem Dokumentarfilm, in dem es um Lösungen geht. Und an einem Spielfilm, der von großen gesellschaftlichen Transformationsprozessen erzählt mit einem Blick in die Vergangenheit. Außerdem ist ein Podcast im Gange, er heißt „Age of Artists“. Er widmet sich der Frage, wie wir komplexe globale Probleme angehen können und legt das Augenmerk auf künstlerisches und kreatives Schaffen. Kunst hat die Kraft, sich mit der Welt auseinanderzusetzen, sie zu verändern. Leider wird sie oft übergangen. Dabei werden immer mehr Künstler und Kreative zu Rebellen einer Sache. Sie bieten ihrem Publikum transformative Erfahrungen auf intellektueller, emotionaler und manchmal sogar physischer Ebene. Kunst und Kultur ermutigen uns, unserer Intuition zu vertrauen, Unsicherheit anzunehmen und unorthodoxe Wege zu finden, um zeitgenössische Themen anzugehen. Sie sind möglicherweise eine großartige Inspirationsquelle für wirtschaftliche und politische Führer, Aktivisten und alle, die daran interessiert sind, Lösungen für eine Welt in der Krise zu finden, oder die einfach nur ihr eigenes Leben verbessern möchten, indem sie kreativer und selbstbewusster sind.

Vielen Dank, Claudia, für das Gespräch.

Auch ich habe zu danken!


NOW

Deutschland 2020 / Dokumentarfilm / 79 Minuten
Regie: Jim Rakete, Drehbuch: Claudia Rinke
ab 6 Jahren freigegeben


Aufgrund der aktuellen Pandemielage wurde der Filmstart auf den 28. Januar 2021 verschoben.


Weitere Informationen zum Film: https://now.wfilm.de/